Putten im 3. Jahrtausend oder: Wie man auf dem Grün Schläge spart „Pendeln, Kopf unten und durch den Ball!“ So lauteten bis vor kurzem die am meisten verwendeten Trainingshinweise, wenn es darum ging, den Ball auf dem Grün zu lochen.
Dass es aber Wichtigeres gibt, weiß man, seit die ersten Hilfsmittel über den Atlantik schwappten, die uns lehrten, dass man den Ball um so schneller ins Loch bekäme, wenn man nur den Ball mit der Schlagflächenmitte träfe und die Schlagfläche zum Ziel zeigte.
Dieses Gesetz gilt früher, wie heute. Bei herkömmlichen Putthilfen erkennt man zwar die Fehlschläge, nicht aber die Ursache. Erschwert wird die Suche nach der Ursache für schlechtes Putten vor allem dadurch, dass selbst das geschulte Auge nur in Ansätzen die Fehler erkennen kann. Lediglich die Schwungbahn und die Schlagflächenausrichtung können gesehen werden.
Abhilfe schafft das „Putt Lab“ der Mainzer Firma Science and Motion, mit dessen Hilfe 28 Parameter des Putts erkennbar gemacht werden. Das System ist so sensibel, dass es selbst eine Schlagflächenverkantung von einem zehntel Grad oder genau den Treffpunkt anzeigt.
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„Was bringen mir diese ganzen Daten?“ wird sich nun der Amateur mit Handicap 40 fragen. Die Antwort lautet: Sie sehen, woran sie arbeiten müssen.
Von den 28 Parametern sind erfahrungsgemäß nur sehr wenige falsch. Der Golflehrer spürt aus den gewonnenen Daten zuerst die Fehler auf und bündelt daraus einen Trainingshinweis. Die Menge der Korrekturhinweise wird der Spielstärke des Schülers angepasst.
Wird der Fehler erkannt, verbessert sich der Schüler sehr schnell. Viele Schüler sind überrascht über den Effekt. So auch Simon Asmus mit Handicap 2,9:
„Das System hat mir sehr geholfen, da ich selbst sehen konnte mit welchen Veränderungen ich eine optimale Puttbewegung erhalte, außerdem wurde mein Gefühl für die Bewegung geschärft. Mit Marcs Hilfe kann ich Fehler in einem unsichtbaren, aber spürbaren Bereich beheben. Seit wir mit dem System arbeiten, mache ich keine 3-Putts mehr und aus 2 Metern sind alle Putts sicher. Für mich in Zukunft ein fester Bestandteil meines Trainings.“
Ein Putt-Problem der anderen Art sind Yips. Hierbei wird der Golfer während des Putts von einem unkontrolliertem Zucken in den Händen befallen, wodurch sogar Putts aus zwanzig Zentimetern vorbeigehen. Doch nun gibt es gute Chancen den Schüler von chronischen Yips zu befreien und bewahren. Zuerst wird die „yippende“ Hand festgestellt. Es folgen Übungen, die direkt auf den Schüler abgestimmt sind und schrittweise vor allem die Angst vor dem Zucken zu nehmen. Oft hilft auch ein Transfer, bei dem eine neutrale Situation in eine beänstigende Situation übertragen wird.
Da 60 Prozent der Schläge ums und auf dem Grün gemacht werden, tut jeder Golfer gut daran, putten zu üben. Je nach Spielstärke sind Verbesserungen um 10 Schläge pro Runde möglich. Neben dem hohen Informationsgehalt macht das Training mit dem Putt Lab Spaß.
Mit den richtigen Übungen und Korrekturen wird der Puttunterricht effektiver als je zuvor, weil nach jedem Putt eine präzise Rückmeldung möglich ist.
So funktioniert das Putt- Lab:
Der Sender 1. gibt alle Bewegungs-
parameter an den Ultraschall- Empfänger 2. weiter.
Mit der Software im Laptop 3. werden die Daten des Putts analysiert.